Süßer Speck für Zuckerschnuten – Ein Paradies für Naschkatzen

Bastian Bierbaum, Christopher Bierbaum eine Lage Hamburger Speck
Bastian Bierbaum, Christopher Bierbaum eine Lage Hamburger Speck

Ein fruchtiger Duft liegt in der Luft, begleitet von dampfenden und zischenden Geräuschen: So riecht und klingt ein typischer Freitag in Seevetal. Genauer gesagt in der Firma Bruno Bierbaum. Denn hier, beim Süßwaren-Hersteller in dritter Generation, entsteht vor allem freitags der berühmte Hamburger Speck nach alt bewährter Rezeptur. Geführt wird der Traditionsbetrieb von den Enkelsöhnen des Firmengründers, Bastian und Christopher Bierbaum.
„Jetzt ist noch der Zeitpunkt entscheidend“, kündigt Christopfer Bierbaum in langer Schürze, weißen Plastikschuhen, Haarnetz und bunt tätowierten Armen den nächsten Arbeitsschritt an. Der gelernte Süßwarentechniker gießt eine fertig aufgeschlagene Zuckermasse vorsichtig über eine vorbereitete Geleeschicht und verteilt sie mit einer Art Spachtel. „Die Schichten müssen noch aushärten und auskühlen, bis der Hamburger Speck weiterverarbeitet werden kann“, erklärt Christopfer Bierbaum die nächsten Produktionsschritte des Seevetaler Süßwarenklassikers.
Es gibt viel zu tun jetzt in der Herbst- und Winterzeit. Versorgen die Bierbaums von Seevetal aus bis Flensburg, Husum, Heide und bis nach Rostock ihre Kunden mit 150 verschiedenen Süßwarenartikeln aus Eigenproduktion und 450 weiteren Süßwarenprodukten aus ihrem Angebot. Die Süßwaren werden von den Kunden sehnsüchtig erwartet, da sie für den Verkauf auf den vielen Jahr- und Weihnachtsmärkten bestimmt sind. Mittlerweile zählen auch Einzelhändler zu ihren Kunden.
Im Büro zieht derweil Bastian Bierbaum, der seine kaufmännische Ausbildung im Automobilhandel machte, die Strippen. Und er hat allerhand zu tun. Gerade zurzeit geht es hoch her, startet an diesem Freitag der 688. Winterdom auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg. Traditionell beliefern die Bierbaums auch hier viele Aussteller mit Hamburger Speck, Salmiak-Lollis mit Schokoüberzug, Zuckerstangen, Lebkuchenherzen und anderem Naschwerk.
„Jährlich verarbeiten wir knapp 110 Tonnen Zucker“, verrät Bastian Bierbaum über die Zuckermassen, die benötigt werden, um den „Hunger“ ihrer Kunden nach Hamburger Speck und Co. zu stillen. Und diesen kann man wahrlich nachempfinden, wurde gerade der Hamburger Speck bereits mehrmals im Rahmen der „Internationalen Qualitätsprüfung“ von Testern der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Diese Auszeichnung macht die Bierbaums mächtig stolz, werden doch nur Produkte, die die hohen DLG-Qualitätskriterien erfüllen, in Gold, Silber und Bronze prämiert. Bis dahin war der Weg weit: Der Hamburger Speck wurde auf Aussehen, Form, Verzierung, Farbe, Bruch, Biss und Kaueindruck getestet. Eine Verpackungs- und Kennzeichnungsprüfung vervollständigten die sensorische Analyse der Süßigkeit. „Diese Ergebnisse erreicht man aber nur, wenn man Qualitätsprodukte verwendet“, ist sich Bastian Bierbaum sicher.

Dies ist auch Teil ihrer Firmenphilosophie, ein Garant für die Zunft des Unternehmens sozusagen. „Die Konkurrenz ist groß, da muss man hervorstechen“, sind sich die Bierbaums einig. Ein anderer Garant für die Zukunft des Unternehmens ist die ständige Angebotserweiterung und Produktentwicklung. Auch das verfolgen die Enkelsöhne des Firmengründers konsequent. Zurzeit experimentieren sie mit verschiedenen Nussvarianten, die sie ins Sortiment integrieren möchten.
Das Originalrezept für den Hamburger Speck ist und bleibt eine Geheimsache, die Tatsache, dass die Deutschen echte Naschkatzen sind und statistisch gesehen über 32,7 Kilo Süßwaren im Jahr essen, ist hingegen keine. Und so blicken die Bierbaums mit ihrem Familienunternehmen in eine gute Zukunft. Das Leben ist manchmal halt doch ein Zuckerschlecken.

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