Kolumne von Maximilian Buddenbohm – Es war einmal

Theater, das kannten beide Söhne bisher noch gar nicht. Also abgesehen von irgendwelchen Kasperle-Aufführungen in der Kirchengemeinde oder so. Und abgesehen von dem, was sie selbst mal in der Kita einstudiert haben. Und natürlich abgesehen von den dadaistischen Stücken, die sie selbst im Kinderzimmer inszenieren. Stücke, bei denen man dann als Erwachsener einen horrenden Eintritt zahlen muss und bei denen man so gut wie nichts geboten bekommt, was irgendwie Sinn ergäbe.

Kolumne von Maximilian Buddenbohm – Wie man richtig zum Dom geht

Wenn man erwachsen wird, dann verlernt man es in der Regel irgendwann, richtig zum Dom zu gehen. Man geht vielleicht dennoch hin, man macht dabei aber alles falsch und hat dann gar keinen Spaß mehr dabei. Man steht vor einer Wurstbude und fragt sich, ob die Wurst vor drei Jahren nicht noch billiger war und wie viel noch einmal genau? Man fragt sich, was die Champignons heutzutage im Kilo kosten und wieso man dann für diese kleine Schüssel da ein paar Euro bezahlen soll. Man steht vor einer Achterbahn und fragt sich, wie mühsam wohl der Aufbau war und denkt daran, dass man die in einer Woche schon wieder abbauen muss, was ist das denn bitte für ein Beruf. …

Kindergeburtstage – Was Museen zu bieten haben

Für Kinder, die an ihrem Geburtstag mit ihren Gästen gern etwas Besonderes unternehmen möchten, bieten die Hamburger Museen eine Vielzahl an attraktiven Angeboten. Viele laden zu fantasievollen Geburtstagspartys zu unterschiedlichen Themen ein. Das Spektrum reicht vom Erwerb des „Kleinen Hafenpatents“ im Hafenmuseum, wo die Geburtstagsrunde nach dem Bau eigener Holzschiffe anhand der Hafenkarte die Fahrrinnen der Elbe und die Verkehrsregeln entschlüsselt, bis zur großen Piratenparty im Museum für Völkerkunde, wo die Abenteurer sich auf die Suche nach dem glitzernden Schatz machen und dabei sogar ihre Angst vor dem Drachen besiegen.

Verkehrsübungsplatz – Hier erfahren Kinder jede Menge Spaß

Auf dem 6000 m² großen Verkehrsübungsplatz in Rahlstedt haben Kinder garantiert wieder jede Menge Spaß. Wo sonst haben sie die Gelegenheit, sich selbst ans Steuer zu setzen? Tolle Mini-Autos wie Jeeps, Oldtimer und natürlich schnittige Sportwagen können nach einer kurzen Einweisung von den Junior-Fahrern durch die authentisch nachgebauten Straßen gesteuert werden. Für ihre Sicherheit ist gesorgt, denn neben dem Schutz durch Helm und Sicherheitsgurt fahren die Mini-Cars nicht schneller als 15 bis 20 km/h. Für alle Kinder ab 7 Jahren, die mal kontrolliert Gas geben wollen.

Kolumne von Maximilian Buddenbohm – Plastik, Pixar, Piano – Im Museum für Kunst und Gewerbe



Bevor ich ihn in ein Museum locken kann, muss ich dem Sohn erst erklären, was es da zu sehen gibt, wir haben da allmählich etwas Routine. Außerdem wünscht er zur Vorbereitung jeweils die Homepage des Museums zu sehen, darauf kommt man heutzutage auch mit fünf Jahren schon. Die überzeugt ihn aber nicht, die ist nur etwas für Erwachsene. Ich erkläre ihm, dass es im Museum für Kunst und Gewerbe gerade eine Sonderausstellung zum Thema Plastikmüll gibt, außerdem noch eine zu Pixar, der Firma mit den ganzen Trickfilmen. Ratatouille, den Film kennt er, das müsste ihn doch eigentlich interessieren, nicht wahr. Der Sohn hält das mit dem Müll erst einmal für einen Witz und fragt, ob da im Museum auch die Filme von Pixar gezeigt werden? Cars und so? Nein? Ach. Nur die Zeichnungen dazu. Hm. Was das denn soll? 



Theatix – Vorhang auf für Kultur-Teenies

Wer Eltern von Teenagern ist, weiß dass man gegen Gummiwände anrennt, versucht man iPod, iPad, iPhone und Co., die in natürlicher Symbiose mit seinem Spross verbunden sind, zu trennen und schlägt einen Kultur-Schock nämlich: Theater, Konzert oder Oper vor!

Auf Kulturaffine, offene, interessierte und organisierte Jugendliche ¿ also sprich auf Teens, die die berühmte Nadel im Heuhaufen darstellen, setzt jetzt eine von Moderator Johannes B. Kerner samt Frau ins Leben gerufene Hamburger Stiftung: : Theatix bietet in Zusammenarbeit mit allen Hamburger Staatstheater und fast allen Privattheater über die neue Internetseite und kostenlose Smartphone App, stark vergünstigte Eintrittskarten ab 1,99 Euro an.

Kolumne von Maximilian Buddenbohm – 

Sankt Pauli gegen Deutschland. Oder so.



Es gibt viele Themen, die mich nicht interessieren, etwa Makramee oder Sudokus. Es gibt auch Themen, die mich noch weniger interessieren, etwa Goldfischzucht oder Briefmarken. Und es gibt, noch etwas darunter, Fußball. In der Regel überträgt man als Vater seine Neigungen mehr oder weniger erfolgreich auf die Kinder, wenn man sich selbst zum Beispiel für Musik begeistert, dann ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass die Kinder sich auch irgendwann dafür erwärmen können. Wenn man sich aber nicht für Basketball interessiert, dann wird Basketball den Kindern ziemlich sicher auch nicht spannend erscheinen, so weit, so einfach. Bei Fußball ist das aber leider ganz anders, denn kleine Jungs interessieren sich geradezu zwingend für Fußball, auch wenn der Vater noch so ein durchtrainierter Ignorant ist. Fußball, das ahnt das Kind schon früh, ist ein Männermythos, eine wahnsinnig wichtige Sache, ein geheimnisvolles, geradezu magisches Phänomen, ein Mitmachding für Große, ein Mitmachding für Jungs. Mit Fußball gehört man dazu, mit Fußball ist man normal. Fußball muss einfach. Deswegen geht man als Vater mit seinem Sohn irgendwann ins Stadion. Klare Sache. In diesem Fall ans Millerntor. 



Kolumne von Maximilian Buddenbohm – Wie ich einmal im Museum für Völkerkunde war, wo der Affe Kleingeld brauchte, aber nur einen leeren Topf hatte



Das Museum für Völkerkunde nennt Sohn I hartnäckig Museum der Völkerstunde. Das macht auch nichts, das klingt ja auch gut und wenn man erst fünf Jahre alt ist, dann sagen einem sowieso beide Begriffe überhaupt nichts. Irgendwas mit Völkern eben, was auch immer das sein mag. Völker, das sind die anderen, reimt er sich zusammen, die sind nicht von hier. Wir sind auch ein Volk, sage ich, aber wir leben ja noch, sagt der Sohn, deswegen kommen wir nicht ins Museum. Oder nur als Gast. Es ist kompliziert. Ich konnte im Vorwege damit punkten, dass da ein mongolisches Zelt aufgebaut sei, denn daran konnte ich mich noch ganz dunkel vom letzten Besuch erinnern und deswegen kam Sohn I dann überhaupt mit. Ein mongolisches Zelt, vielleicht sogar das von Dschinghis Khan, das sieht man immerhin nicht jeden Tag. Das Zelt haben wir allerdings gar nicht gefunden, vielleicht gibt es das auch gar nicht mehr, aber das Kind war dann eh zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt, um noch dauernd an Steppenfürsten zu denken.



Kolumne von Maximilian Buddenbohm – Lego-Zeitreise – eine Ausstellung im Hamburger Helms-Museum

Lego-Zeitreise – eine Ausstellung im Hamburger Helms-Museum

Das Archäologische Museum Hamburg (Helms-Museum) ist in Harburg, also in einer Gegend, mit der der nordelbische Mensch normalerweise eher wenig Berührung hat. Immer wieder erstaunlich, wie dicht das an Hamburg ist, dieser Ortsteil mit dem abweichenden Buchstaben, nur ein paar Stationen mit der S-Bahn, schon ist man weit im Süden, also auf der anderen Elbseite, wo die Tage länger sind. Kann man ruhig mal machen.

„Wegen des großen Erfolges verlängert“, steht auf den Ausstellungsplakaten, und zwar bis 05. Mai. Da hätten wir uns also mit dem Besuch gar nicht beeilen müssen, wenn wir das denn vorher gelesen hätten, aber egal. Nun waren wir da, weil wir dachten, die Ausstellung endet in Kürze, und das dachten wohl ziemlich viele andere Menschen auch, jedenfalls war das Museum üppig voll. Für ein archäologisches Museum sicherlich unüblich voll. Die Sonderausstellung besteht aus …