Santa Pauli – Schrille Nacht, geile Nacht

Was gibt¿s Neues auf dem Weihnachtsmarkt am Spielbudenplatz 2012? Im Strip-Zelt und auf der Open Air Bühne bietet die frisch und knackig aus den USA eingeflogene Burlesque- und Sideshow-Truppe ¿The Pretty Things Peepshow¿ ein Feuerwerk aus Strip und Varieté. Ebenfalls Premiere feiert in diesem Jahr das Wett-Stöhnen der XXX-Mas-Amateure, bei dem Kandidaten aus dem Publikum beim Pornokaraoke heiße Szenen nachvertonen ¿ ein charmanter Angriff auf die Lachmuskeln!

Weihnachten auf Sankt Pauli – Feste feiern und milde handeln

¿Kling Glöckchen Klingeling¿ dröhnt es hier in den meisten Zeiten des Jahres eigentlich nur, wenn ein betrunkener Kopf Berührung mit einem Laternenpfahl hat. Und ¿Rudolph The Red Nose Reindeer¿ hat auf St. Pauli in der Mehrzahl der Fälle auch eine andere optische Bedeutung. Dennoch findet Weihnachten hier ebenfalls statt.

Insgesamt ist es auch kein Deut unweihnachtlicher als an anderen Orten der Stadt, Hier durchmischen sich zwar mal wieder ein paar Kulturen und machen die Atmosphäre auch manchmal eher ungewöhnlich. So ziehen die Engel auf ¿Santa Pauli¿, dem Weihnachtsmarkt auf dem Spielbudenplatz, eben auch mal blank, und der dortige Weihnachtsmann trinkt auch gern mal einen über den Durst.

Neustadt und Gängeviertel – Das Wiegenlied der Hammonia

Zwischen Binnenalster, Wallanlagen und Hafen liegt die Neustadt – in der seit 1685 Geschichte gelebt wurde und heute noch Geschichten geschrieben werden. Im Axel-Springer-Verlag am Ort erscheinen allerdings nur noch das tägliche „Abendblatt“ und „Bild Hamburg“, die Chefs von „Welt“ und „Bild“ spielen lieber in Berlin bei der kleinen Machtmusik die zweite Geige.

Musikalisch gibt die Neustadt aber von jeher den Ton an: Hier wirkte bis zu seinem Tod 1756 der Barock-Komponist Georg Philip Telemann, hier im Gassengewirr wurde 1833 Johannes Brahms geboren.

Die Geile Meile – Die Kultur ist noch zu retten auf St. Pauli

Streifen wir durch die Gassen St. Paulis, begegnen uns immer mehr Junggesellenabschiede (leicht zu erkennen an den merkwürdigen Verkleidungen, sinnentleerte Parolen und am alkoholisierten Zustand der Beteiligten) und gar – als Neuerung und Ergänzung der primitiveren Amüsierkultur – sogenannte „Bierbikes“. Schlimmster Gag bei diesen Vehikeln, sie haben eine Andrea Berg abspielfähige Musikanlage an Bord. Nachteil bei beiden Erscheinungen: Die Teilnehmer finden sich urkomisch und möchten das allen Passanten dringend mitteilen.