Der Hamburger Norden – GPS-Projekt ¿Entdeckerrouten¿ gestartet

Um blaue Frösche zu sehen, wilde Moor- und Heidelandschaften zu durchstreifen oder etwas über alte Schleusen und Mühlen zu erfahren, muss man nicht weit reisen ¿ eine Fahrt zur S-Bahn Station Poppenbüttel oder zum U-Bahnhof Ohlstedt reicht schon aus. Hier beginnen die Entdeckerrouten, die Fahrradfahrer und Wanderer ins ländliche Umland der Hansestadt führen. Die Kooperationspartner Ökomarkt e.V. und DigiKultur haben eine App für Smartphones entwickelt, die das Mobiltelefon zum informativen GPS-Guide macht.

St. Pauli – Musik trägt uns überall hin

St. Pauli ist durchdrungen von Musik – ob „Schallalalalala“ gesungen aus betrunkenen Kehlen oder handgemachter Rock’N’Roll, cocktailbegleitender Jazz und Swing bis hin zu tanzlastigen Elektroexperimenten – St. Pauli wäre ohne Musik nicht denkbar.

Es gibt Menschen, die neuerdings hierher ziehen, die empfinden das als störend (zumindest wenn sie gerade nicht selber in der Kneipe sitzen), die hätten das hier gern ruhig (zumindest wenn sie gerade Zuhause sind). Es gibt Menschen, die ziehen hierher, ohne sich vorher darüber Gedanken gemacht zu haben, dass St. Pauli eben ein pulsierendes Viertel mit 24 Stunden Musik ist und das auch schon seit sehr langer Zeit.

Blankenese – nix da mit Polonäse – Atemberaubender Anblick an der Elbe

Seit jeher ist den Seeleuten sechs Seemeilen elbab von Hamburgs Hafen ganz anders geworden – bei der Einfahrt aus Vorfreude, bei der Ausreise aus Abschiedsschmerz: Der Anblick von Blankenese mit dem Süllberg war und ist einfach atemberaubend. Was denkt sich wohl der Kreuzfahrtpassagier von heute, wenn er dieses Idyll aus grünen Bäumen und weißen Villen sieht? Er liegt nicht ganz falsch, wenn er elf Kilometer weiter eine reizvolle, elegante, feine Stadt mit wohlhabenden Bürgern erwartet – welche andere als Hamburg verfügt schon über einen so noblen Vorort?

Adler-Schiffe – Raddampfer „Freya“ – Schiffstörns mit Jugendstil-Charme

Die „Freya“ ist ein Highlight für Schiffsliebhaber: Als letzter seiner Art an den deutschen Küsten fährt der Seitenraddampfer mit jeder Menge Jugendstil-Charme noch mit Original-Antrieb. Der Glanz von Messing, das Zischen und Stampfen der Dampfmaschine und die rotierenden Seitenräder versetzen die Passagiere verzückt in alte Zeiten.

Die Reederei Adler-Schiffe nimmt mit dem Traditionsschiff regelmäßig Kurs auf Hamburg und bietet Halbtages- und Tagestouren an.

Ein Stadtteil voller Gegensätze – Sankt Georg zwischen Glanz und Elend

Wie unrecht man einem Stadtteil tun kann, zeigt sich am Beispiel von Hans Albers, bei dessen Namen jeder gleich an St. Pauli denkt und an die Reeperbahn nachts um halb eins… Tatsächlich aber kam der (Toupet-)blonde Mime 1891 in St. Georg zur Welt – eine eher unscheinbare Tafel am Haus Lange Reihe 71 erinnert noch heute daran.

Der Stadtteil zwischen dem östlichen Alsterufer, Hauptbahnhof und Berliner Tor hatte immer und hat auch heute noch um seinen Ruf zu kämpfen Deswegen hat St. Georg sein eigenes Stadtteil-Logo mit dem edlen Ritter Georg, seinem Pferd Hotte und dem frechen Drachen Dragomir, der hier in Frieden leben soll. Derzeit sehen die Zeichen eher positiv aus.

Reeperbahn – Vom Reiz des Verbotenen

Die Herbertstraße (ehem. Heinrichstraße) ist eine Straße, die seit Beginn der Bebauung im 19. Jahrhundert zur Prostitution (von heute rund 250 Frauen) genutzt wird. Die Herbertstraße ist berühmt, sehr berühmt, fast so berühmt wie die „Meile“. Das wohl kaum, weil Prostitution auf St. Pauli etwas Besonderes ist. Den Ruhm bringen die Tore. Oft stehen ganze Frauengruppen davor und sind enttäuscht, dass ihnen der Zugang verwehrt bleibt. Die Damen reagieren meist mit Unverständnis und Enttäuschung, weil nur „richtige“ Männer hinein dürfen.

Stiftung Hamburg Maritim – Schlepper FAIRPLAY VIII

Sie sind die Kraftprotze des Hafens: Die Hafenschlepper. Ohne sie kommt kein ¿großer Pott¿ an seinen Platz. Für die Mannschaft heißt das: konzentrierte und präzise Arbeit, bei jedem Wind und Wetter. Für Gäste ist da kein Platz an Bord.

Doch wer schon lange davon träumt, trotzdem einmal Schlepper zu fahren, kann diesen Traum jetzt verwirklichen: FAIRPLAY VIII ist ein echter Hamburger Hafenschlepper, Baujahr 1962. Als Traditionsschiff bugsiert er zwar keine Containerriesen mehr durch den Hafen, aber dafür ermöglicht er Gästen ein authentisches Hafen- und Schiffserlebnis.

Reeperbahn – Wer hat den Schlüssel?

365 Tage im Jahr – 24 Stunden. Die Tür ist stets geöffnet. Eine Anekdote sagt, man habe bei der Eröffnung der „Esso – Reeperbahn“ – gefühlt vor über 100 Jahren – den Schlüssel weggeworfen. Zumindest sind seit 1949 die Eingangstür und zum Glück auch die Ausgangstüren nie verschlossen gewesen. Als es vor ca. 2 Jahren mal zu einem Notfall aufgrund eines übergreifenden Stromausfalls kam, mussten die Türen bewacht werden, weil tatsächlich niemand den Schlüssel hatte.

Aber: es ist wirklich nur eine Tankstelle! Benzin, eine Autowaschanlage, die auch den heißesten Schlitten (muss ja auch; schließlich sind wir auf St. Pauli) gerecht wird, gehören genauso zum Dienstleistungs-Portfolio wie eine Tiefgarage, die in ihrem Zustand auch gut als Krimi-, Thriller- oder Horror-Kulisse dienen kann.

Stiftung Hamburg Maritim – MS BLEICHEN

Der Hafen ist das Herz Hamburgs und die Geschichte der Stadt eine maritime. Für Hamburg, seine Bewohner und Besucher, erhalten wir historische Schiffe in Fahrt und in Betrieb. Eines davon: der Stückgutfrachter MS BLEICHEN.

Erbaut 1958 für die Hamburger Reederei H. M. Gehrckens, liegt die BLEICHEN – nach einem Schiffsleben in der Ostsee, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer – jetzt am Schuppen 50 beim Hafenmuseum.

Viele Hände arbeiten daran, die BLEICHEN als fahrtüchtiges Museumsschiff herzurichten.