STIFTUNG HAMBURG MARITIM

Törns wie mit Kuttel Daddeldu

 

Seefahrt ist not - so hat es Gorch Fock tituliert, Hamburgs großer Sohn aus Finkenwerder. Dem gebürtigen Sachsen Joachim Ringelnatz (alias Hans Bötticher) verdanken wir die Figur des Kuddl Daddeldu, der sich zu Segelschiffzeiten auf den Weltmeeren und in Hamburg auf Sankt Pauli herumtrieb. Tempi passati - die Seefahrt hat ihre Romantik verloren... Endgültig?
Nein! Die Stiftung Hamburg Maritim hat es sich zum Ziel gesetzt, Segel-, Dampf- und Motorschiffe aus vergangenen Zeiten zu erhalten, um den einstigen Stolz Hamburger Kaufleute, Finkenwerder Fischer und großer Reeder nicht endgültig untergehen zu lassen. So lebt das Hafenerbe munter weiter in nostalgisch-schönen Schiffen wie dem Staatsdampfer SCHAARHÖRN und dem Lotsenschoner N°5 ELBE, die ab Mai wieder mit Gästen auf Fahrt gehen. 
Den Winter verbringen die sorgfältig gepflegten Oldies zum Teil im Sandtorhafen (U 3 Baumwall, Hadag Fähre 73), wo jeder sie besichtigen oder auf ihnen Events buchen kann. Bei den 50er-Schuppen (Australiastraße, Bus 256) lebt das Andenken an den Schauermann, an Stückgut und schwere Arbeit fort: Der Stückgutfrachter BLEICHEN, alte Kräne, die historische Hafenbahn und Museumsreifes erinnern daran.
Ein Besuch lohnt auch im Museumshafen Oevelgönne (Bus 112), wo über 20 alte Schiffe liegen - vom Eisbrecher über die Dampfbarkasse bis zum Feuerschiff, vom Hochseekutter über das Plattbodenschiff bis zum großen See-Ewer. 
Der zukunftsorientiert Hamburger Hafen – er ist stolz auf seine Tradition und hält sie lebendig.

Ringelnatz-Lesungen auf dem Lotsenschoner N° 5 ELBE:
Immer Donnerstags von 18:00 – 22:00 Uhr im Sandtorhafen.
23.5.
13.6.
8.8.
12.9.
26.9.
10.10.