Altonaer Theater

Schiller im Großen und Ganzen

 

Foto: Altonaer Theater
 
Über Klassiker macht man keine Witze. Es sei denn, sie sind echt gut. Nicht, dass das Publikum entnervt ruft: „Ach du meine Goethe..!“ und den Faust in der Tasche ballt.
Bei Schiller sieht die Sache etwas anders aus. Wer „Das Lied von der Glocke“ schreibt, muss damit rechnen, dass der Text von Komikern derart verdichtet wird: „Loch in die Erde, Bronze rin, Glocke fertig, bimbambim“. Oder, dass man die Ballade „Der Taucher“ auf diese Weise komprimiert: „Gluck, gluck, weg war er.“
Friedrich von Schiller, arm geboren am 10. November 1759 in Marbach, erst 1802 geadelt, hoch geehrt gestorben am 9. Mai 1805 in Weimar - er hat ersthaft Besseres verdient als das oben Zitierte. Verdankt die gebildete Welt ihm doch überirdisch Großes wie „Wilhelm Tell“, „Maria Stuart“, „Othello“, „Die Räuber“ und andere Dauerbrenner. Sich darüber zu erheben, und sei es noch so demütig, wäre reiner Frevel. Auf der anderen Seite: Den ganzen Schiller zu verstehen, kommt einer Lebensaufgabe nahe.
Im Altonaer Theater wird Hilfe zuteil: Kristian Bader, Nichael Ehnert, Hilmi Sözer und Jean Christf Scheibe servieren „Schillers sämtliche Werke - leicht gekürzt“. Vom 8. bis 19. Januar machen sie den Unsterblichen auf ihre ganz besondere Art lebendig...
 
 

Altoner Theater , Museumsstaße 17, 22765 HH. Bus 36 Rathaus Altona
Tickets: 040-39905870, www.altonaer-theater.de